Musik der 1970er Jahre

Musik der 1970er Jahre

Ein enzyklopädisches Panorama eines Jahrzehnts voller Vielfalt und kreativer Kühnheit

Einleitung

Die Musik der 1970er Jahre stellt einen der reichsten und vielfältigsten Zeiträume musikalischer Schöpfung in der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts dar. Als Erbin der Utopien und Experimente des ausgehenden Jahrzehnts der 1960er sah diese Dekade radikale Gegensätze friedlich nebeneinander — und häufig aufeinanderprallen: den Progressive Rock mit seinen sinfonischen Ambitionen, den Disco-Sound mit seinem glanzvollen Hedonismus, den Punk mit seinem wütenden Nihilismus, den tief empfundenen Soul und den elektrischen Funk. Nie zuvor war die populäre Musik so vielgestaltig, so kreativ und so politisch engagiert gewesen.

In den 1970er Jahren wurden ganze Alben zu Gesamtkunstwerken, die dazu konzipiert waren, von Anfang bis Ende, in einer festgelegten Reihenfolge, als eigenständige Klangreisen gehört zu werden. The Dark Side of the Moon von Pink Floyd (1973), Hotel California von den Eagles (1976) und Songs in the Key of Life von Stevie Wonder (1976) veranschaulichen diesen beispiellosen künstlerischen Anspruch. Gleichzeitig beherrschte die Single weiterhin die Hitparaden und brachte Tanzhits hervor, die die Jahrzehnte überdauern sollten.

Historischer und kultureller Kontext

Die 1970er Jahre beginnen auf den Trümmern der Illusionen der 1960er. Der Vietnamkrieg spaltet Amerika zutiefst, die Bürgerrechtsbewegung hat bleibende Wunden hinterlassen, und der Ölschock von 1973 stürzt die westlichen Wirtschaftssysteme in eine tiefe Krise. In diesem Klima kollektiver Desillusionierung entsteht eine Musik, die zugleich Protest und Feier ist und sowohl nach tiefem Sinn als auch nach dem erlösenden Vergessen auf der Tanzfläche sucht.

Die Hippiebewegung zerfällt, doch einige ihrer Ideale — Ausdrucksfreiheit, Ablehnung von Konventionen, spirituelle Suche — hinterlassen dauerhaft ihre Spuren im musikalischen Schaffen. Musikfestivals, durch Woodstock 1969 popularisiert, werden zu unverzichtbaren Ereignissen: Glastonbury veranstaltet 1971 seine erste kostenpflichtige Ausgabe, während sich Reading und Isle of Wight als Kathedralen des Rocks etablieren. In Frankreich redefinieren die ersten Zéniths und große Stadiontourneen das Verhältnis zwischen Künstlern und Publikum.

„Rock and roll is here to stay.” — So lautete der Geist der 1970er, eines Jahrzehnts, in dem sich die populäre Musik endgültig als die maßgebliche Kunstform ihrer Epoche durchsetzte — zugleich Spiegel und treibende Kraft der damaligen gesellschaftlichen Umbrüche.

Das UKW-Radio, dessen Verbreitung sich in den 1970ern zunächst in den USA und danach in Europa ausweitet, spielt eine entscheidende Rolle bei der Popularisierung neuer Musikgenres. Es bietet den Künstlern eine Programmierfreiheit, die auf dem konventionellen AM-Rundfunk undenkbar war, und ermöglicht die Ausstrahlung langer Stücke, B-Seiten und ganzer Alben.

Rock in all seinen Formen

🎸 Hard Rock und die Geburt des Heavy Metal

Die 1970er sind vor allem das Jahrzehnt des triumphierenden Hard Rock. Led Zeppelin prägen einen extrem verstärkten Blues, der Mystizismus mit Virtuosität verbindet. Black Sabbath erfindet Heavy Metal in den Vororten von Birmingham. Deep Purple verschmelzen Rock und klassische Musik mit unerhörter Wucht. Diese britischen Gruppen legen das Fundament einer Ästhetik, die das folgende Jahrzehnt dominieren sollte.

🎹 Progressive Rock

Der Progressive Rock — kurz Prog Rock — stellt eines der ambitioniertesten musikalischen Experimente des Jahrzehnts dar. Bands wie Pink Floyd, Genesis, Yes, Emerson, Lake & Palmer und die französische Band Magma sprengen die Grenzen des Songformats und produzieren instrumentale Suiten von zwanzig oder dreißig Minuten Länge, die sich von klassischer Musik, Jazz und Science-Fiction inspirieren lassen. Das Album wird zum vollständig eigenständigen konzeptuellen Werk.

🌵 Southern Rock und Country Rock

In den USA entsteht der Southern Rock mit Bands wie Lynyrd Skynyrd und den Allman Brothers Band, die Delta-Blues, Country und elektrischen Rock zu einer typisch amerikanischen Ästhetik verschmelzen. Gleichzeitig führen die Eagles mit Hotel California (1977), einem der meistverkauften Alben aller Zeiten, den kalifornischen Country Rock an die Spitze der internationalen Popularitätsskala.

🏟️ Arena Rock und Glam Rock

Der Glam Rock — auch Glitter Rock — explodiert zu Beginn des Jahrzehnts in England mit David Bowie (in seiner Verkörperung als Ziggy Stardust), T. Rex, Roxy Music und Slade. Diese Künstler spielen mit Androgynität, Cross-Dressing und einer glitzernden Ästhetik, die das ausgefeilte Image der 1980er vorwegnimmt. Queen hingegen erfindet den Arena Rock mit ihren kollektiven Hymnen und spektakulären Konzerten, der in dem unvergesslichen Bohemian Rhapsody (1975) seinen Höhepunkt findet.

Das Disco-Fieber

Kein Genre verkörpert die 1970er besser als Disco. In den Underground-Clubs New Yorks entstanden, die von afroamerikanischen, lateinamerikanischen und LGBTQ+-Gemeinschaften frequentiert wurden, tritt Disco als Musik der Befreiung, der Feier und der Identitätsbehauptung auf. Mit der Eröffnung des legendären Studio 54 in New York im Jahr 1977 wird sie zum Symbol einer ganzen Epoche.

Die Bee Gees sind ihre weltweiten Botschafter: Der Soundtrack zu Saturday Night Fever (1977), unter der Regie von John Badham mit John Travolta in der Hauptrolle, verkauft sich über 40 Millionen Mal und zählt zu den erfolgreichsten Alben der Geschichte. Donna Summer, die „Königin des Disco”, Gloria Gaynor und Chic (mit Nile Rodgers und Bernard Edwards) definieren den Klang eines Jahrzehnts mit ihren üppigen Produktionen, raffinierten Streicherarrangements und unwiderstehlichen Vier-Viertel-Rhythmen.

In Frankreich nimmt Disco einen ganz eigenen Charakter an: Claude François, der 1978 tragisch verstorben ist, ist einer ihrer talentiertesten französischen Vertreter, ebenso wie Cerrone, dessen elektronische Instrumentalproduktionen die House Music der 1980er vorwegnehmen.

Soul, Funk und R&B

Die 1970er stellen die goldene Ära der Soul Music und des Funk dar. Stevie Wonder, von Kindheit an blind, schafft zwischen 1972 und 1976 eine Reihe von Alben, die zu den größten in der Geschichte von Rock und Soul gezählt werden: Talking Book, Innervisions, Fulfillingness’ First Finale und Songs in the Key of Life. Als Meister aller Instrumente und aller Aufnahmetechniken verkörpert er den Gesamtkünstler schlechthin.

James Brown, bereits seit den 1960ern an der Spitze, entwickelt den Funk bis zu seinem Paroxysmus und beeinflusst ganze Generationen von Musikern. Sly & the Family Stone, Earth, Wind & Fire und Parliament-Funkadelic (George Clinton) tragen das Genre zu einem internationalen Publikum und verbinden dabei unwiderstehliche Grooves, üppige Blechbläserarrangements und engagierte afrozentrische Botschaften. Marvin Gaye zeigt mit seinem Meisterwerk What’s Going On (1971), dass Soul zugleich künstlerisch anspruchsvoll und politisch bewusst sein kann.

Die Punk-Revolution

In den Jahren 1976–1977 erschüttert eine kulturelle Explosion die Musikwelt: der Punk Rock. Angesichts der bürgerlichen Selbstgefälligkeit des Progressive Rock und der Exzesse der Disco brüllt eine arbeitslose Jugend aus den britischen und New Yorker Vorstädten ihre Wut mit drei Gitarrenakkorden, provokanten Texten und einer bewusst aggressiven Ästhetik heraus. Die Sex Pistols liefern mit ihrem einzigen Album Never Mind the Bollocks (1977) eines der explosivsten Werke des Jahrhunderts. The Clash fügen aufrichtiges politisches Engagement und eine Öffnung gegenüber jamaikanischer Musik hinzu.

In den USA hatte der New Yorker Proto-Punk mit den Ramones, Patti Smith, Television und den New York Dolls den Boden bereitet. Der Punk sollte sich rasch zum Post-Punk weiterentwickeln und den Weg für die New Wave der 1980er ebnen — mit Bands wie Joy Division, The Cure und Siouxsie and the Banshees, die alle in der zweiten Hälfte der 1970er entstanden.

Internationaler Pop und große Songschreiber

Die 1970er sind auch das goldene Zeitalter des Singer-Songwriters. Elton John reiht Erfolgsalben und -singles mit erstaunlicher Beständigkeit aneinander, gestützt auf die Texte von Bernie Taupin. Billy Joel etabliert sich als die Stimme des alltäglichen Amerikas. Carole King definiert mit dem Album Tapestry (1971) das Format des weiblichen Pop-Albums neu. Cat Stevens, James Taylor und Simon & Garfunkel setzen ihre Karrieren in einer tief empfundenen Folk- und Akustik-Ader fort.

In Schweden erobert ABBA nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest 1974 mit Waterloo buchstäblich den gesamten Planeten. Die Gruppe verkörpert den Pop der 1970er besser als jede andere: unwiderstehliche Melodien, raffinierte Arrangements, makellose Produktion. In Deutschland erfindet Kraftwerk die elektronische Musik, wie wir sie heute noch kennen, und nimmt damit mit zehn Jahren Vorsprung die Entstehung von Techno, Synth-Pop und Dance Music vorweg.

Künstler und ikonische Persönlichkeiten

Das Jahrzehnt brachte Persönlichkeiten von unvergleichlicher künstlerischer Bedeutung hervor oder ließ sie ihren Höhepunkt erreichen:

  • Led Zeppelin — die Herren des Hard Rock, virtuos und mystisch.
  • David Bowie — brillantes Chamäleon, von Ziggy Stardust bis zur Thin White Duke.
  • ABBA — die schwedischen Meister des universellen Melodie-Pops.
  • Queen — Rock-Oper und Arena Rock auf ihrem absoluten Höhepunkt.
  • Elton John — Pianist und Sänger mit einem unwiderstehlich glamourösen Stil.
  • Stevie Wonder — absolutes Genie des Soul, Funk und Pop.
  • The Bee Gees — Könige des Pop und dann des Disco, mit ihren unvergesslichen Falsettstimmen.
  • Pink Floyd — die Pioniere des Progressive und Psychedelic Rock.
  • Eagles — der Klang Kaliforniens der 1970er, zwischen Rock und Country.
  • Bob Marley — der weltweite Botschafter des Reggae und der Rastafari-Philosophie.
  • Marvin Gaye — der Künstler als Gewissen, Poet des engagierten Soul.
  • Bruce Springsteen — der Aufstieg des Rockers aus der amerikanischen Arbeiterklasse.

Weltmusik in den 1970er Jahren

Die 1970er waren Schauplatz einer außerordentlichen Blüte nicht-westlicher Musik, lange bevor der Begriff Weltmusik offiziell geprägt wurde. Auf Jamaika verbreiten Bob Marley & The Wailers den Reggae in alle Winkel der Welt und tragen dabei die Botschaften der Rastafari-Philosophie und antikolonialer Forderungen. Das Album Catch a Fire (1973) markiert den ersten echten internationalen Durchbruch des jamaikanischen Reggae.

In Westafrika erlebt das Jahrzehnt die Explosion des Afrobeat mit dem Nigerianer Fela Kuti, einem musikalischen Genie und politischen Aktivisten, dessen monumentale Kompositionen Jazz, Funk und afrikanische Perkussion verbinden, um Korruption und Neokolonialismus anzuprangern. In Lateinamerika erobert das New Yorker Salsa (hervorgegangen aus puertoricanischen Gemeinschaften in der Bronx) die Tanzflächen der Welt mit Künstlern wie Celia Cruz, Willie Colón und Héctor Lavoe.

In Indien findet die hinduistische klassische Musik durch die Zusammenarbeit von Ravi Shankar mit George Harrison und das Concert for Bangladesh (1971) ein unerwartetes Echo im Westen. In Brasilien blüht die MPB (Música Popular Brasileira) mit Caetano Veloso, Gilberto Gil und Milton Nascimento auf und verbindet Bossa Nova, Samba, Rock und afrikanische Einflüsse in einem außerordentlichen kreativen Synkretismus.

Vermächtnis und bleibender Einfluss

Das Vermächtnis der 1970er ist enorm und berührt nahezu alle zeitgenössischen Musikgenres. Hip-Hop, Ende des Jahrzehnts in der South Bronx entstanden, verdankt alles dem Funk und Soul der 1970er, die er unaufhörlich sampelt. House Music und Techno der 1980er stammen direkt aus Disco und den elektronischen Experimenten von Kraftwerk und Cerrone ab. Der zeitgenössische Post-Punk und Indie-Rock schöpfen tief aus der Punkbewegung von 1976–1977.

Die Alben der 1970er bilden auch heute noch ein absolutes Referenzkorpus für Musiker, Produzenten und Kritiker. Pink Floyds Dark Side of the Moon blieb über vierzehn Jahre in den amerikanischen Charts. Die Hotel California der Eagles zählt zu den meistverkauften Alben der Geschichte. Die Songs der Bee Gees, von ABBA, von Stevie Wonder und von Queen sind zu zeitlosen Standards des weltweiten Karaokes geworden, von aufeinanderfolgenden Generationen auf allen Kontinenten gesummt und gecovert.

Die 1970er stellen letztlich den Moment dar, in dem die populäre Musik ihre künstlerische Reife vollständig erreichte: fähig, zugleich große Kunst und Unterhaltung, Engagement und Eskapismus, Innovation und Tradition zu sein. Ein Jahrzehnt, dessen Echos in jeder heute erscheinenden neuen Platte nachklingen.

🇫🇷 Top 50 — Beliebteste Songs der 1970er in Frankreich

Ranking erstellt auf der Grundlage von Schallplattenverkäufen in Frankreich, Radio-Airplay (RTL, Europe 1, France Inter), SNEP-Charts und bleibendem kulturellen Einfluss auf das französische Publikum.

# Titel Künstler Jahr Genre
1 La Marseillaise des fleurs / Alexandrie Alexandra Claude François 1978 Disco / Französischer Pop
2 Alexandrie Alexandra Claude François 1978 Disco / Französischer Pop
3 L’Été indien Joe Dassin 1975 Französischer Pop
4 Les Champs-Élysées Joe Dassin 1970 Französischer Pop
5 La Ballade des gens heureux Gérard Lenorman 1975 Chanson française
6 Santiano Hugues Aufray 1961 / anhaltender Erfolg in den 70ern Chanson française
7 La vie devant soi Mort Shuman 1977 Chanson française
8 Je l’aime à mourir Francis Cabrel 1979 Pop / Französischer Folk
9 Il est libre Max Hervé Cristiani 1981 / Ende der 70er entstanden Chanson française
10 La Paloma Adieu Claude François 1975 Französischer Pop
11 Le Téléphone pleure Claude François 1973 Französischer Pop
12 Et si tu n’existais pas Joe Dassin 1975 Französischer Pop
13 À toi Joe Dassin 1977 Französischer Pop
14 La Maladie d’amour Michel Sardou 1973 Chanson française
15 Je vais t’aimer Michel Sardou 1976 Chanson française
16 La Femme que j’aime Michel Sardou 1975 Chanson française
17 Waterloo ABBA 1974 Internationaler Pop
18 Dancing Queen ABBA 1976 Pop / Disco
19 Fernando ABBA 1976 Internationaler Pop
20 Stayin’ Alive Bee Gees 1977 Disco
21 How Deep Is Your Love Bee Gees 1977 Pop / Disco
22 Bohemian Rhapsody Queen 1975 Rock / Art Pop
23 We Will Rock You Queen 1977 Arena Rock
24 Rocket Man Elton John 1972 Pop / Rock
25 Crocodile Rock Elton John 1972 Pop / Rock
26 Hotel California Eagles 1977 Rock / Country Rock
27 Knock on Wood Amii Stewart 1979 Disco / Soul
28 I Will Survive Gloria Gaynor 1978 Disco / Soul
29 Le Freak Chic 1978 Disco / Funk
30 No More I Love You’s Annie Lennox (Orig. 70er) 1977 New Wave / Pop
31 Laisse-moi danser (Monday Tuesday) Dalida 1979 Disco / Französischer Pop
32 Gigi l’Amoroso Dalida 1974 Canzone italiana / Chanson française
33 Il venait d’avoir 18 ans Dalida 1973 Französischer Pop
34 Le Jardin du Luxembourg Maxime Le Forestier 1975 Folk / Chanson française
35 Mon frère Maxime Le Forestier 1972 Folk / Chanson française
36 San Francisco Maxime Le Forestier 1972 Folk / Chanson française
37 Laisse aller Michel Polnareff 1972 Französischer Pop / Rock
38 Que je t’aime Johnny Hallyday 1969 / anhaltender Erfolg in den 70ern Rock / Französischer Pop
39 Supernature Cerrone 1977 Disco / Elektronik
40 Love in C Minor Cerrone 1976 Disco
41 Un autre monde Téléphone 1979 Französischer Rock
42 Anna Téléphone 1979 Französischer Rock
43 Mrs. Robinson Simon & Garfunkel anhaltender Erfolg in den 70ern Folk / Pop
44 A Horse With No Name America 1971 Folk Rock
45 American Pie Don McLean 1971 Folk Rock
46 Feelings Morris Albert 1974 Pop / Soft Rock
47 Ma Liberté de Penser Florent Pagny Ende 70er / Erfolg in den 80ern–90ern Französischer Pop
48 Du côté de chez Swann Alain Souchon 1978 Chanson française / New Wave
49 J’ai dix ans Alain Souchon 1974 Chanson française
50 Le Chanteur Daniel Balavoine 1978 Französischer Pop-Rock

🎵 Top 50 — Beliebteste Songs der 1970er weltweit

Ranking erstellt auf der Grundlage weltweiter Verkaufszahlen, internationaler Radio-Airplay-Daten und bleibenden kulturellen Einflusses.

# Titel Künstler Jahr Genre
1 Bohemian Rhapsody 🏆 Legendär Queen 1975 Rock / Art Pop
2 Hotel California Eagles 1977 Rock / Country Rock
3 Stayin’ Alive Bee Gees 1977 Disco
4 Dancing Queen ABBA 1976 Pop / Disco
5 Stairway to Heaven Led Zeppelin 1971 Hard Rock / Folk
6 I Will Survive Gloria Gaynor 1978 Disco / Soul
7 Superstition Stevie Wonder 1972 Funk / Soul
8 Rocket Man Elton John 1972 Pop / Rock
9 Let’s Stay Together Al Green 1971 Soul / R&B
10 American Pie Don McLean 1971 Folk Rock
11 Bridge Over Troubled Water Simon & Garfunkel 1970 Folk / Pop
12 Waterloo ABBA 1974 Pop
13 Le Freak Chic 1978 Disco / Funk
14 Born to Run Bruce Springsteen 1975 Rock
15 War Edwin Starr 1970 Soul / Protestsong
16 What’s Going On Marvin Gaye 1971 Soul
17 Come Together The Beatles (Wiederveröffentlichung 70er) 1969 / 70er Rock
18 Imagine John Lennon 1971 Pop / Rock
19 Paranoid Black Sabbath 1970 Heavy Metal
20 Free Bird Lynyrd Skynyrd 1973 Southern Rock
21 Heart of Gold Neil Young 1972 Folk Rock
22 More Than a Feeling Boston 1976 Arena Rock
23 Go Your Own Way Fleetwood Mac 1977 Rock
24 Dreams Fleetwood Mac 1977 Rock / Pop
25 Goodbye Yellow Brick Road Elton John 1973 Pop / Rock
26 Angie Rolling Stones 1973 Rock
27 We Will Rock You Queen 1977 Arena Rock
28 Night Fever Bee Gees 1977 Disco
29 Ring My Bell Anita Ward 1979 Disco
30 Take Me Home, Country Roads John Denver 1971 Country / Pop
31 Piano Man Billy Joel 1973 Pop / Rock
32 My Sweet Lord George Harrison 1970 Pop / Rock
33 Crocodile Rock Elton John 1972 Pop / Rock
34 Amoureuse Kiki Dee 1973 Pop
35 Fernando ABBA 1976 Pop
36 How Deep Is Your Love Bee Gees 1977 Pop / Disco
37 Suspicious Minds Elvis Presley 1969 / anhaltender Erfolg in den 70ern Rock / Pop
38 Knocking on Heaven’s Door Bob Dylan 1973 Folk / Country
39 Year of the Cat Al Stewart 1976 Soft Rock
40 Killing Me Softly Roberta Flack 1973 Soul / Pop
41 Baker Street Gerry Rafferty 1978 Soft Rock / Pop
42 Don’t Stop Me Now Queen 1978 Rock / Pop
43 Smoke on the Water Deep Purple 1972 Hard Rock
44 Eye of the Tiger Survivor Ende 70er / 1982 Hard Rock
45 Vienna Ultravox 1980 / Wurzeln in den 70ern New Wave / Synth-Pop
46 Living Next Door to Alice Smokie 1976 Pop / Rock
47 Nights in White Satin Moody Blues 1967 / anhaltender Erfolg in den 70ern Progressive Rock
48 I Shot the Sheriff Eric Clapton 1974 Rock / Reggae
49 Lay Down Sally Eric Clapton 1977 Rock / Country
50 It’s a Long Way to the Top AC/DC 1975 Hard Rock

🌍 Top 50 — Weltmusik der 1970er Jahre

Eine internationale Auswahl aus Afrika, Lateinamerika, der Karibik, dem Nahen Osten, Asien und dem nicht-englischsprachigen Europa.

# Titel Künstler Land / Region Genre
1 No Woman, No Cry 🌿 Legendär Bob Marley & The Wailers Jamaika Reggae
2 Redemption Song Bob Marley Jamaika Reggae / Folk
3 Get Up Stand Up Bob Marley & The Wailers Jamaika Reggae
4 Lady Africa Fela Kuti Nigeria Afrobeat
5 Zombie Fela Kuti Nigeria Afrobeat
6 Pedro Navaja Rubén Blades Panama / USA Salsa
7 Quimbara Celia Cruz & Johnny Pacheco Kuba / USA Salsa
8 El Día de Mi Suerte Héctor Lavoe Puerto Rico Salsa
9 La Murga Willie Colón USA / Latino Salsa
10 Aquarela do Brasil Gal Costa Brasilien MPB / Tropicália
11 Tigresa Caetano Veloso Brasilien MPB / Samba Rock
12 Travessia Milton Nascimento Brasilien MPB
13 Geleia Geral Gilberto Gil Brasilien MPB / Tropicália
14 Saudade faz um Rio Elis Regina Brasilien MPB / Samba
15 Pata Pata Miriam Makeba Südafrika Township / Weltmusik
16 Malaika Miriam Makeba Südafrika Weltmusik
17 Ma Baker Boney M. Deutschland (karib. Ursprung) Disco / Reggae
18 Rivers of Babylon Boney M. Deutschland (jamai. Ursprung) Disco / Reggae
19 Rasputin Boney M. Deutschland Disco / Pop
20 The Harder They Come Jimmy Cliff Jamaika Reggae
21 Pressure Drop Toots & The Maytals Jamaika Reggae / Ska
22 Y Viva España Sylvia Schweden / Spanien Europäischer Pop
23 El Condor Pasa Los Calchakis / Simon & Garfunkel Peru / USA Andiner Folk
24 La Bamba Ritchie Valens (anhaltender Erfolg in den 70ern) Mexiko / USA Rock / Ranchera
25 Conga Miami Sound Machine USA / Kuba Latin Pop
26 Bamboleo Gipsy Kings (Vorläufer 70er) Frankreich / Spanien Flamenco Pop
27 Raga Bhairava Ravi Shankar Indien Indische klassische Musik
28 Chega de Saudade João Gilberto Brasilien Bossa Nova
29 A Man and His Music Ali Hassan Kuban Ägypten Nubische Musik / Weltmusik
30 Fen Ayrilik Barış Manço Türkei Anatolischer Rock
31 Kara Toprak Aşık Veysel (Erfolg in den 70ern) Türkei Türkischer Folk / Âşık
32 Guantanamera Celia Cruz Kuba Kubanischer Son
33 Bésame Mucho Verschiedene Künstler Mexiko Bolero
34 Paloma Negra Chavela Vargas Mexiko Ranchera
35 El Rey Vicente Fernández Mexiko Ranchera
36 Super Woman Stevie Wonder (weltweite Einflüsse) USA Funk / Soul
37 Africa Osibisa Ghana / Großbritannien Afrobeat / Rock
38 Jingo Babatunde Olatunji Nigeria Afrobeat
39 Night Bird Kalapana Hawaii / USA AOR / Smooth Rock
40 Shosholoza Traditionell (Coverversion 70er) Südafrika Zulu / Weltmusik
41 Feeling Good Nina Simone USA Soul / Jazz
42 Summertime Nina Simone USA Soul / Jazz
43 Chan Chan Compay Segundo Kuba Kubanischer Son
44 Killing Me Softly Roberta Flack USA Soul / Pop
45 African Queen Miriam Makeba Südafrika Weltmusik / Jazz
46 Ayo Technology Sunny Ade (Vorläufer) Nigeria Jùjú Music
47 Hot Hot Hot Arrow (Wurzeln in den 70ern) Montserrat Soca / Calypso
48 Sabor a Mí Los Panchos Mexiko / Kolumbien Bolero
49 Kaini Sisi Franco & TPOK Jazz Kongo Kongolesische Rumba
50 Mas que Nada Sergio Mendes & Brasil ’66 Brasilien Bossa Nova / Samba

🎬 Top 30 — Beliebteste Musikvideos der 1970er Jahre

Hinweis: Das Musikvideo war in den 1970ern noch ein aufkeimendes Format. Die ersten Werbeclips wurden in Fernsehsendungen wie Top of the Pops (BBC), L’émission de variétés (Frankreich), American Bandstand und The Old Grey Whistle Test ausgestrahlt. MTV wurde erst 1981 gegründet.

# Musikvideo / Titel Künstler Jahr Besonderheit
1 Bohemian Rhapsody 🏆 Wegweisend Queen 1975 Bruce Gowers — erster filmischer Videoclip mit großer Fernsehwirkung, ausgestrahlt bei Top of the Pops
2 Waterloo ABBA 1974 Eurovision-Clip — Sieg europaweit übertragen; ABBAs erster Clip mit internationaler Reichweite
3 Dancing Queen ABBA 1976 Lasse Hallström — festlicher und farbenfroher Stil, vielfach im europäischen Fernsehen gezeigt
4 Money for Nothing Dire Straits Wurzeln in den 70ern — Vorläufer der Animation in Musikvideos
5 Imagine John Lennon 1971 Yoko Ono / John Lennon — schlichter Klavier-Clip mit universeller Friedensbotschaft
6 Space Oddity David Bowie 1969 / Wiederveröffentlichung 1972–73 Mick Rock — Bowie als Astronaut Major Tom, proto-glamouröse Ästhetik
7 Life on Mars? David Bowie 1973 Mick Rock — minimalistischer Foto-Clip, bereits Kultstatus
8 Ziggy Stardust D. A. Pennebaker / David Bowie 1973 Konzertdokumentation — einer der ersten Rock-Konzertfilme überhaupt
9 Stayin’ Alive Bee Gees 1977 Ausschnitt aus dem Film Saturday Night Fever — John Badham, mit John Travolta
10 Video Killed the Radio Star The Buggles 1979 Russell Mulcahy — erster Clip der Proto-MTV-Ära, für seine Zeit äußerst avantgardistisch
11 Bat Out of Hell Meat Loaf 1977 Michael Lee-Chiong — epische Produktion, visuelles Rock-Epos
12 Hotel California Eagles 1977 Im Fernsehen ausgestrahlte Live-Auftritte — ikonische Bilder des Amerika der 70er
13 I Will Survive Gloria Gaynor 1978 — schlichter Bühnen-Clip, universal gefeierte Botschaft der Resilienz
14 Ma Baker Boney M. 1977 Russell Mulcahy — farbenfroher und dynamischer Disco-Clip, starke Wirkung im europäischen Fernsehen
15 Rivers of Babylon Boney M. 1978 — Reggae-Disco-Clip, vielfach im deutschen und französischen Fernsehen gezeigt
16 Paranoid Black Sabbath 1970 — erster Heavy-Metal-Videoclip der Geschichte, gefilmter Live-Auftritt
17 Superstition Stevie Wonder 1972 TV-Auftritt — The Ed Sullivan Show, Sesame Street, unvergesslich
18 Take Me Home, Country Roads John Denver 1971 — natürlicher Folk-Clip mit amerikanischen Landschaften, vielfach in den USA ausgestrahlt
19 Fernando ABBA 1976 Lasse Hallström — nostalgischer und cinematografischer Clip
20 Mamma Mia ABBA 1975 Lasse Hallström — extravagante Kostüme, vielfach in Europa ausgestrahlt
21 Anarchy in the U.K. Sex Pistols 1976 — roher und ikonoklastischer Punk-Clip, totaler ästhetischer Schock
22 God Save the Queen Sex Pistols 1977 Julien Temple — umstrittener Clip, von der BBC zensiert, Symbol der Punkbewegung
23 Le Freak Chic 1978 — hochwertiger Disco-Funk-Clip, New Yorker Auftritt
24 Crocodile Rock Elton John 1972 — extravagante Kostüme, ansteckende Glam-Pop-Energie
25 Don’t Stop Me Now Queen 1978 Derek Burbridge — performativ und ausgelassen, ein einprägsamer Clip
26 Telegram Sam T. Rex 1972 Ringo Starr (Regie) — Glam Rock, Marc Bolan in voller Pracht
27 School’s Out Alice Cooper 1972 — erster provokanter schulbezogener Clip, schockierende Rock-Ästhetik
28 Ring My Bell Anita Ward 1979 — Disco-Clip der Vor-MTV-Ära, sensationelle TV-Auftritte
29 Midnight Rambler Rolling Stones (Konzert) Live 1972 Robert Frank — gefilmtes Konzert, Gimme Shelter / Ladies and Gentlemen, Kultfilme
30 No Woman, No Cry Bob Marley & The Wailers 1975 (live) Konzert im Lyceum Theatre, London — legendärer Live-Auftritt, dokumentarische Ästhetik